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Harald Merten |
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Jugendreferent des SK West |
Harald, wann hat Dich denn der R/C-Virus gepackt?
Motorsport begeistert war ich schon immer und dass es so etwas auch im Bereich 1:10 gibt, hatte ich zusammen mit meinem Sohn im Fernsehen gesehen. Ein Bericht über einen Meisterschaftslauf im Verbrennerbereich Glattbahn weckte unser Interesse. Nach Recherchen im Internet fanden wir in der näheren Umgebung den RCMC-Ibbenbüren, der sich mit Elektro-Glattbahn-Fahrzeugen beschäftigt. Das war im Jahr 2003 und noch heute fahren wir gemeinsam zu Rennveranstaltungen.
Waren es von Anfang an die Autos und welches war Dein erstes Modell?
Mein Sohn ist mit einem Tamiya TB 01 und nach kurzer Zeit mit einem Asso TC 3 angefangen. Mein erstes Fahrzeug war der HPI Pro 4 mit Kardanantrieb.
Du bist Jugendreferent im Sportkreis West. Wie bist Du zu diesem Amt gekommen? Langeweile, Überredung oder Überzeugung?
Ich habe mich aus Überzeugung um das Amt beworben.
In unseren Anfängen hab ich meinen Sohn zu den DMC Jugendtagen angemeldet und musste leider feststellen, dass die Realität nur noch wenig mit der Werbung und der Ausschreibung zu tun hatte. Die Unterstützung der Jugendlichen war sehr mager und ich war der Meinung dass man das besser machen kann. Dies hab ich dann 2005 in die Tat umgesetzt und selber Jugendtage ausgerichtet und hab mich auch als Jugendwart beim RCMC Ibbenbüren beworben. Die Freude und die Begeisterung der Jugendlichen haben mir Recht gegeben, dass eine intensive Jugendarbeit notwendig ist, im Ortsverein und auch im DMC.
Was ist für Dich Jugendarbeit? Was würdest Du unter diesem Stichwort bei Wikipedia schreiben?
Oh, unter Jugendarbeit steht bei Wikipedia ja schon eine ganze Menge, dem ich mich anschließen möchte. Aber mit eigenen Worten gesagt, es ist heutzutage wichtig sich in die Gesellschaft einzugliedern und sich zu behaupten. Jugendarbeit ist eine Hilfe für die Kids sich in eine Gemeinschaft einzubringen, selbstbewusster zu werden und Spaß mit anderen zu haben.
Speziell in unserem Hobby werden auch noch das technische Verständnis, die Feinmotorik und der Ehrgeiz gefördert und man lernt sich an Regeln zu halten.
Wie siehst Du die gegenwärtige Situation zum Nachwuchs in unserem Verband? Hast Du einen Überblick über die Zugänge im Verband und/oder Deinem Sportkreis?
Ich denke das ist unterschiedlich zu bewerten. Im Süden von Deutschland ist eine mehrfache Vereinszugehörigkeit gegeben. Da wird es wohl nicht an Nachwuchs fehlen. Weiter nördlich haben wir eine andere Mentalität und bedingt durch Großstädte eine Anonymität, der wir entgegen wirken müssen.
Hier müssen wir ein attraktives Programm der Jugend anbieten, damit unsere Ortsvereine und damit auch der DMC weiterhin bestehen können. Da wäre eine Verbindung mit dem aktuellen Motorsport ( DTM und Formel 1 ) sehr hilfreich und von Vorteil.
Nein, einen Überblick über die Zugänge hab ich nicht.
Kennst Du alle Möglichkeiten zur Unterstützung der Jugendarbeit in den Vereinen und Sportkreisen durch den Verband? Was findest Du besonders gut und was vermisst Du?
Ich denke mal ich kenne die Möglichkeiten, die der DMC zur Verfügung stellt. Ich vermisse eine Zusammenarbeit der einzelnen Jugendreferenten der Sportkreise. Da könnte man von Erfahrungen und Ideen der Anderen profitieren und erfolgreiche Veranstaltungen für die Jugend im Sportkreis machen. Das sich ein Ortsverein Fahrzeuge leihen kann, um mal einen Jugendtag zu machen, halte ich für sehr gut. Hoffentlich wird es auch genutzt. Weiter würde ich es begrüßen, wenn mehr Berichte von Jugendwarten aus den Ortsvereinen in den DMC-News zu lesen wären.
Welche Erfahrungen im eigenen Verein und im Sportkreis würdest Du weiter empfehlen?
Ein Jugend- und Einsteigertraining kann ich nur empfehlen. Mit entsprechender Werbung und Regelmäßigkeit bringt das Zuwachs in den Verein. Auch die Teilnahme am Ferienspaß ist eine gute Werbung.
Hältst Du die Anleitung, die Zusammenarbeit und den Informationsfluss mit der Sportkreisleitung und dem Verbandspräsidium für ausreichend? Welche Änderungen würdest Du Dir wünschen?
Nein, absolut nicht. Mehr Transparenz und mehr Kommunikation wären wünschenswert. Auch ein Jugendreferent eines Sportkreises möchte gern wissen, was im Hauptausschuss so alles besprochen und beschlossen wird. Ein Protokoll wäre da sicher nicht schlecht.
Wenn Du spontan antworten müsstest, was sind die größten Hemmschuhe in der Jugendarbeit?
Die fehlende intensive Betreuung der Jugendlichen im Ortsverein. Eltern, Zeit, Geld und so manches Mal auch die Trägheit eines Ortsverein. Leider nehmen sich viele Leute keine Zei,t um Jugendlichen zu zeigen wie es wirklich und richtig geht. Das dauert nämlich eine gewisse Zeit und man muss das zwei bis drei mal den Kids zeigen. Bei einem Vereinslauf z.B. komme ich manchmal nicht zum fahren, weil ich an den RC-Cars meiner Jugendlichen schraube, damit sie Spass und Erfolg haben. Das machen nicht viele, ist aber Notwendig damit die Kids dabei bleiben und nicht wieder abwandern zur Playstation mit „Reset-Taste“. Dann kommt noch die Faktoren „Eltern“ und „Geld“. Einige Elternteile fördern ihren Sprössling und unterstützen ihn, andere bringen ihn noch nicht mal zum Training oder zum Rennen. Oder der Jugendliche wird einfach nur „geparkt“, soll heißen, sie geben ihn einfach im Verein ab und wir kümmern uns ja schon darum.
Was werden die Höhepunkte in der laufenden Saison für Dich sein?
In erster Linie die Sportkreisjugendtage vom 29.08. bis 30.08.2009 in Schermbeck, der Ferienspass in Ibbenbüren und eine Jugendveranstaltung im Ruhrgebiet. Natürlich auch die deutsche Meisterschaft, an der mein Sohn teilnehmen wird.
Vielen Dank Harald, für Dein Engagement um den Nachwuchs weiterhin viel Erfolg.
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